Impressionen

Denkmaltag 2013
Das Schloss verändert sich
Bauen 2004 - 2010
Bauen 2011
Restaurationen 2011
Restauriertes Wandbild

Im September 2011 stellte die Interessengemeinschaft einen Antragbei der Stiftung der Kreissparkasse Nordhausen zur Bereitstellung von Mittelnzur Restaurierung von Wandmalereien im 2. OG.Kurzfristig wurden 4.000 € zugesagt. Im Februar wurde der Ilfelder RestauratorinAntje Pohl der Auftrag erteilt, das Wandgemälde im Turm zu bearbeiten.Dieses Gemälde, stammend aus der Zeit um 1590, war in den folgenden Zeiten nicht überputzt worden. Es war stark verschmutzt und nur noch bruchstückhaft zu erkennen.

Aufnahme aus dem Jahr 1950 (Beilicke)
Aufnahme aus dem Jahr 1950 (Beilicke)
März 2012 (Pohl, A.), nach der Reinigung
März 2012 (Pohl, A.), nach der Reinigung

Nach einem anstrengendem Analyseprozess, wurde klar, dass es sich um das Bildmotiv, „Christus und die Samariterin am Jacobsbrunnen“ (Ev.Joh.Kap.4), handelt:

aus "Schild und Glauben"
aus "Schild und Glauben"

Wer der Künstler dieses in hellen Erdtönen, aus gebranntem Ocker, gemalten Bildes ist, bleibt unklar. Wir freuen uns, das nun präsentieren zu können.

Antje Pohl, Klaus Moser, Maik Schröter, Wolfgang Asche
Antje Pohl, Klaus Moser, Maik Schröter, Wolfgang Asche
Stiftung der Kreissparkasse Nordhausen
Ausstellung Gräfin Clara zum 350. Todestag 2008

Am 18.7.2008 wurde die Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert.

Nach einer kurzen Einführung durch Dr.Moser in Namen der Ausstellungsmacher wurden die zahlreichen Besucher von Frau Kneffel auf die Zeit des 17.Jahrhunderts, auf die Lebenszeit der Gräfin Clara in Heringen eingestimmt. In einem historischen Gewand präsentierte die Interessengemeinschaft des Schlosses ihre „Gräfin Clara“.

Die Besucher hatten dann Gelegenheit die Ausstellung zu besichtigen unter fachkundiger Führung. Viel Aufmerksamkeit fanden die ausgestellten Gegenstände, wie die vergoldete Silberkanne mit persönlichen Initialien der Gräfin Clara. Dieses wertvolle Stück erhielt das Schloßmuseum als Leihgabe von einem Privatmann aus Baden-Württemberg, der persönlich zur Eröffnung angereist war.

Zeittypisches Zinngeschirr, Privatbesitz eines Heringer Sammlers und Fundstücke aus dem Umfeld des Schlosses runden die Ausstellung ab. Viele Gäste, darunter der Landrat, interessierten sich für die Kopie der kursächsischen Straßenkarte aus dem Jahr 1578 in Originalgröße. Sie zeigt unsere Region von Sangerhausen bis Ellrich mit vielen Details und Konturen der Dörfer und Städte. Diese Karte wird erstmalig in unserer Gegend präsentiert. Anschließend hielt Dr. Kuhlbrodt einen Vortrag über das Leben und  Wirken der Fürstin. Umfangreiches neues Material an Dokumenten und Briefen hat der Vortragende dazu aus den Archiven in Wolfenbüttel, Rudolstadt, Wernigerode und Coburg zusammengetragen. Verabredet ist, dass daraus auch eine Informationsschrift entstehen wird.

Uhrenfest 2009
Schloss- und Schützenfest 2010
Lesung Dichter Barock

Lesung Dichter Barock

„Jetzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden.“

Lesung im Heringer Schloß: „Drei barocke Dichter – Andreas Gryphius, Paul Gerhardt, Paul Fleming“

2. Juni um 14:30

Die Mitglieder des Fördervereins „Dichterstätte Sarah Kirsch“ lesen wieder einmal an einem anderen Ort. Dieses Mal ist es Heringen, ist es das restaurierte Schloss , in das sie mit der Interessengemeinschaft „Schloss Heringen“ einladen, denn es spricht sich mehr und mehr herum, dass dieses imposante Gebäude in seinem Inneren eine sehr abwechslungsreiche Raumgestaltung besitzt und beim Renovieren mehrere beeindruckende Wandmalereien gefunden wurden. In einem der bildreichen Räume im ersten Stock sollen drei Dichter der Barockzeit vorgestellt werden, deren Wortgewalt bis heute begeistert: Andreas Gryphius, Paul Gerhardt, Paul Fleming. Dieser Raum könnte nach Kain und Abel benannt werden, denn dieses Geschwisterpaar ist auf einem der Bilder dargestellt. Es geht bei den beiden beim Kämpfen um Leben und Tod. So eine mörderische Zeit erlebten die drei Dichter im Dreißigjährigen Krieg. Dennoch schrieben sie auch Gedichte voller Lebensbejahung. Ein weiterer Grund, im Heringer Schloss barocke Dichtung zu lesen, ergibt sich aus der Tatsache, dass Dr. Peter Kuhlbrodt neue Erkenntnisse über die Vorfahren des barocken Dichters Anreas Gryphius (Greif) veröffentlichte , die in unserer Region, in Heringen und Uthleben, gelebt haben. Sein Urgroßvater Peter Gryphius z. B. war lange Jahre Vorsteher der Kirche in Heringen und galt als gelehrter frommer Mann. Er wird auch als Prediger in Uthleben erwähnt und starb mit 98 Jahren. Einen nächsten Grund für die Lesung barocker Dichtkunst im Schloss bietet die verwitwete Gräfin Clara von Schwarzburg, geb. Herzogin von Braunschweig-Lüneburg, die 1658 in Heringen verstarb. Andreas Gryphius kam am 2. 10. 1616 in Glogau in Schlesien, jetzt Polen, zur Welt. Er lebte bis 1664 und gilt als der überragende Lyriker und Dramatiker des 17. Jahrhunderts in Deutschland. Oft düster und schwermütig, keine Beschönigung und klägliche Demut kennend, wird er zum dichterischen Sinnbild deutschen Schicksals im Dreißigjährigen Krieg. Seine Verse sind aufwühlend und besitzen starke Form- und Bildkraft. Ihm zur Seite werden zwei Dichter gestellt, die mit ihm die deutsche Dichtkunst des Barocks und weit darüber hinaus entscheidend beeinflussten: Paul Gerhardt (1607-1676) und Paul Fleming (1609–1640). Durch die kunstvollen Worte dieser Drei erfährt man mehr über die Zeit, als die Welt durch Machthunger aus dem Gleichgewicht kam, als durch so manches wortreiche Geschichtswerk. Gerade in den Zeiten dieser Vernichtung der Kultur schafften es Dichter und Literaturgelehrte, die deutsche Sprache nach Martin Luther zu neuer Blüte zu führen. Paul Gerhardts gefühlsinnige, volksliedhaft schlichte Lieder zeugen von einer tiefen protestantischen Gläubigkeit im Sinne Martin Luthers. Sie zeigen seine aufrichtige, tüchtige Gesinnung, sein frisches Verhältnis zur Natur und zu den Alltagsfreuden. Sein Gottvertrauen ist nicht zu erschüttern. Paul Fleming gehört zu den großen Talenten deutscher Lyrik, der in seinem kurzen Leben, angefüllt jedoch mit intensivem Erleben, gefühlsstarke Gedichte schrieb, die bis hin zu Goethe führen. Er studierte Medizin und wurde 1631 zum Dichter gekrönt. Er nahm an einer Expeditions– und Gesandtschaftsreise nach Moskau und Persien teil. Verstorben ist er ein Jahr nach seiner Rückkehr in Hamburg, wo er als Arzt tätig war.

Heidelore Kneffel, Nordhausen

Anschließend bieten wir den Besuchern der Veranstaltung Kaffee und Kuchen an und das Schloß kann besichtigt werden.

Abgesang:

Diese Lesung hatte eine gute Resonanz, 43 Besucher konnten wir verzeichnen.

In aller Eile mußten Stühle nachgestellt werden.

Den Vortragenden: Frau Kneffel, Frau Müller und Frau Kisker, einen herzlichen Dank für die leidenschaftlichen Interpretationen dieser großen Dichtkunst!

Ein Mißgeschick war die schlechte CD- Abspieltechnik, gestellt von der Interessengemeinschaft. Wir versprechen, diesen Fehler nicht zu wiederholen!